Häufig gestellte Fragen
Kostenstellenrechnung und Kostenallokation in Deutschland
Kostenstellen sind Bereiche in Ihrem Unternehmen, wo Kosten anfallen – zum Beispiel die Personalabteilung oder ein bestimmtes Produktionswerk. Kostenträger sind dagegen die Produkte oder Dienstleistungen, auf die Sie diese Kosten verteilen. Eine Kostenstelle sammelt die Kosten, ein Kostenträger trägt sie am Ende.
Das kommt auf Ihre Struktur an. Häufig verwendete Basen sind Lohnkosten (für HR oder Verwaltung), Materialkosten (für Lagerhaltung) oder Maschinenzeiten (für Werkstätten). Die beste Umlagebasis folgt dem Verursachungsprinzip – das heißt: wer die Kosten verursacht, zahlt auch dafür. Wir helfen Ihnen, die richtige Basis für Ihre spezifische Situation zu finden.
Mindestens einmal pro Jahr – besonders nach organisatorischen Veränderungen. Wenn Sie neue Abteilungen aufbauen, Bereiche zusammenfassen oder Ihre Prozesse umstrukturieren, sollte die Kostenstellenstruktur mitziehen. Sonst werden Ihre Kostenrechnungen ungenau und Entscheidungen basieren auf falschen Zahlen.
Primärkosten entstehen direkt – wenn Ihr Werk Rohstoffe kauft oder Löhne zahlt. Sekundärkosten sind interne Leistungen zwischen Kostenstellen: Die IT-Abteilung stellt der Produktion Stunden zur Verfügung, die IT-Kosten werden als Sekundärkosten weitergeleitet. Beide müssen Sie richtig erfassen und verteilen, sonst sieht ein Bereich zu günstig und ein anderer zu teuer aus.
Ja, in der Regel schon. So sehen Sie, wo die Kosten tatsächlich entstehen und können Standorte vergleichen. Ein Werk in Bayern und eines in Baden-Württemberg haben unterschiedliche Mieten, Energiekosten und Personalstrukturen – diese Unterschiede verschwinden, wenn Sie alles zusammenfassen. Mit getrennten Kostenstellen pro Standort haben Sie Transparenz und können bessere Entscheidungen treffen.
Das hängt von Ihrer Größe und Komplexität ab. Ein mittelständisches Unternehmen mit 50-100 Kostenstellen braucht typischerweise 6-10 Wochen. Wir analysieren Ihre Prozesse, sprechen mit den relevanten Abteilungen und entwickeln dann eine neue Struktur mit Ihnen gemeinsam. Danach folgt die Implementierung – das dauert meist nochmal 4-6 Wochen, je nachdem wie gut Ihre IT-Systeme unterstützen.
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